An den Ufern des Beni, im Amazonasbecken
Am Anfang steht die Fahrt mit dem Bus von 4000m hinab auf 200m. Das bedeuten 18 Stunden Fahrt, davon 6 Stunden auf schmaler Straße in Serpentinen die Berge hinab. Ziel ist der Ort mit dem unaussprechlichen Namen Rurrenabaque im Amazonasbecken. Anfangs ist es eine gut ausgebaute Straße, was sich aber bald schon ändern wird !
Irgendwann hört die neue Straße auf und es geht auf der alten weiter. Manchmal nur so breit, daß
der Panoramabus rechts oben fast am Fels kratzt und scheinbar (oder wirklich ?) das hintere linke Rad schon über dem 3 - 400m steilen Abgrund hängt.
Damit der Fahrer besser sehen kann, ist hier Linksverkehr vorgeschrieben. Ich kann jedenfalls keine Straße mehr
erkennen, wenn ich aus dem Fenster schaue. Natürlich sitze ich links ! Adrenalin pur für satte 6 Stunden. Ich komme jedenfalls ordentlich ins Schwitzen, wahrscheinlich nicht nur weil es wärmer wird.
Der Beifahrer kommt einige Male vorbei um zu fragen: “ Todo bien ? ” (Alles gut ?) Antwort: Claro !!!
Bei Gegenverkehr von Bussen oder Sattelzügen muß des öfteren zurück- gesetzt werden, damit die Fahrzeuge aneinander vorbeikommen.
Erstaunlicherweise sah ich  unten keine Wracks.  Oder die Einzelteile waren  zu klein um sie erkennen  zu können !!!
Nach insgesamt 32 Stunden Zug- und Busfahrt von Uyuni, über La Paz komme ich wohlbehalten in “Rurre” an. Es sind 30 Grad und Sonne. Ich ziehe meinen Gürtel ein Loch enger und suche Quartier. Bin ziemlich erschöpft und muß erst einmal 3 Stunden schlafen. Später 2 Touren buchen: 3 Tage Pampa und 3 Tage Survival im Dschungel.
Ist schon erstaunlich, was der Luftdruck aus meiner leeren Wasserflasche macht.
Nach 2 großen Stücken Rind und einer halben Wurst (hätte aus Deutschland sein können) habe ich mir ein Bier verdient. Es ist Ende September: Der neue Bock ist da !!!
Sieht aus wie helles Bockbier und schmeckt auch so wie das Echte: Nach 25 Jahren, mit satten 7% Alkohol ! Wow !!! Herr Ober... Dazu richtig gute Rock- und Reggeamusik.
Rurrenabaque ist ein kleiner, aber sehr hübscher Ort mit einem Marinestützpunkt. Seit 1884 hat Bolivien, wegen des Salpeterkrieges mit Chile, keinen Meeres- zugang mehr und irgendwo muß die Marine ja hin. 
Morgens pünktlich um 8.00 Uhr gibt es den Appell mit Blasmusik und Tagesbefehl. Am Ufer steht ein kleines Häuschen, wo alle Besucher die in den Nationalpark wollen, sich anmelden müssen. Der Fluß ist hier ca.500m breit ! Es steht sogar ein kleines Motorboot bereit. Na gut ! Die meisten halten jedenfalls nicht an. Auch gut !
weiter Start Bolivien 1 Bolivien 2 Bolivien 3 Bolivien 4 Bolivien 5